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Herren I: Anschluss gewahrt – Sieg im Baselbiet

25.Januar 2010 geschrieben von CHE 597 views 2 Kommentare

Frühmorgens um 10:15, als ob die Basler die Brugger noch im Schlaf erwischen wollten, erfolgte der Start zu einer wegweisenden Partie für die Powermäuse, aber auch für die Leimentaler. Diese Taktik sollte zu Beginn für das Heimteam denn auch gleich aufgehen. Schon nach 19 Sekunden kullerte der Ball ins Brugger Tor, ausgekontert nach so kurzer Zeit. Da schienen doch noch nicht alle den Schlafsand aus den Augen gerieben zu haben. Ein Rückstand gleich zu Beginn und das in diesem Spiel gegen ein ultra defensiv eingestelltes Heimteam. Das konnte ja heiter werden, einerseits den Ball ins gegnerische Tor zu bugsieren und gleichzeitig keinen der gefährlichen Basler-Konter einzufangen.

Das erste Drittel, geprägt durch viele Strafen hüben wie drüben, konnte denn auch nicht mehr zum Ausgleich genutzt werden. Die Unterzahlsituationen konnten ebenso schadlos überstanden werden wie auch die Überzahlmöglichkeiten nichts zählbares einbrachten. So endete das Startdrittel wie es begonnen hatte mit 0:1 aus Brugger Sicht.

 

Zehn Minuten, eine Pausenansprache und Kopfdurchlüften später standen motiviertere Powermäuse auf dem Platz. Gewillt, den Rückstand in einen Vorsprung umzuwandeln. Dieses Mal wurde der Start nicht verschlafen. Doch trotz mehrheitlichem Ballbesitz wollte der Ball nicht ins Tor. An dieser Stelle ein dickes Lob an den starken Schlussmann der Basler. Viele Abschlüsse fanden den Weg aufs Tor oder segelten mehr oder weniger knapp am Gehäuse vorbei. Auch wurden hier wieder Überzahlsituationen, sogar eine 5-3 Überzahl nicht genutzt. Hochkarätige Chancen wurden einmal mehr nocht ausgenutzt. Erst ein mustergültiger Konter stellte das Score durch Severin Herrigel auf die gleiche Höhe. Leider hielt dieser Ausgleich nicht lange Bestand. Ein Stellungsfehler in der Defensivbewegung und eine Unachtsamkeit des Verteidigers führten dazu, dass der gegnerische Spieler alleine auf den Torwart ziehen konnte und die Führung für das Heimteam wieder herstellen konnte. Doch dem nicht genug, ein haarsträubender Fehler bei einem Freistoss ermöglichte es den Baslern den Vorsprung sogar auf zwei Tore auszubauen. Zwei Tore, völlig entgegen dem Spielverlauf, jedoch symptomatisch für die aktuelle Situation. Nach dem Ein-Tore-Rückstand zur ersten Pause folgte nun der Zwei-Tore-Rückstand zur zweiten Pause. Eine unangenehme Situation für das Trainerduo, die richtigen Worte zu finden.

 

Doch genau diese schienen sie gefunden zu haben. Das Team spielte nun defintiv konzentrierter und gewillter als noch in den beiden vorangegangenen Dritteln. Der Druck auf das gegnerische Tor nahm stetig zu. Die vereinzelten Konter des Heimteams wurden von einem stark aufspielenden Pascal Schaffner im Brugger Tor immer wieder vereitelt. Der Anschlusstreffer wollte und wollte nicht fallen. Entweder war der gegnerische Torwart im Weg, das Aluminium (ganze 3 Mal im Spiel) oder man scheiterte am eigenen Unvermögen. Da aber die Moral in der Mannschaft weiterhin sehr hoch ist und die Hoffnung und der Wille nie verblassten steckte das Gastteam nie auf. So war es dann wieder Severin Herrigel, welcher die Brugger auf 2:3 heranbrachte. Ein schöner Schuss von der Seite in die entfernte hohe Ecke bedeutete den Anschlusstreffer. Nun war die Aufholjagd definitiv lanciert. Als Marc Kupferschmid seine tolle Leistung mit dem Ausgleich krönte war diese Jagd erfolgreich beendet. Nun sollte nur noch vorne ein weiteres Tor folgen. Dies gelang jedoch nicht mehr, was die Verlängerung zur Folge hatte.

 

Diese dauerte nicht ganz ihre 5 Minuten, denn 10 Sekunden vor Schluss zogen vier (!) Brugger Spieler alleine auf das gegnerische Tor, wurden aber durch einen nicht ganz optimalen Pass und einen grossartigen Torwartreflex gebremst, ein Seufzger ging durch die Reihen, welcher aber sogleich durch den Jauchzer und Jubelschrei von Luca Affolter übertönt wurde. Zwei Sekunden vor Ablauf der Spielzeit hämmerte er den Abpraller des Torwarts via zurückgeiltem Gegenspieler ins Tor. Der Sieg nach Verlängerung war Tatsache, ein zweiter ganz wichtiger Punkt Realität.

 

Die Moral stimmt, die Motivation auch, der Wille sowieso. Die zwei Punkte sind keinesfalls aus Ettingen entführt, auch wenn Leimental 90% der Spielzeit in Führung lag.

 

Da im Abendspiel der direkte Konkurrent am Strich, der Grasshopper Club Zürich, bereits nach Spielhälfte mit 4:0 Toren vorne lag, breitete sich ein mulmiges Gefühl unter den Spielern aus, welches sich dann aber schnell in Freude wandelte. ULA bezwang GC schlussendlich mit 8:4 und ermöglichte Brugg somit für die restlichen Partien (inklusive Direktbegegnung gegen GC) aus eigener Kraft den Ligaerhalt zu schaffen. Das Fanionteam liegt nun nur noch 2 Punkte hinter dem Grasshopper Club. In die verbleibenden drei Partien stellen sich dem Brugger Team Limmattal, GC und Schwarzenbach entgegen. Die Partie gegen Limmattal wird am 13. Februar 2010 um 19:00 in der MZH Kaserne in Brugg ausgetragen.

2 Kommentare »

  • Hans sagt:

    Cool, 2 Punkte verbucht und jetzt die letzten drei Spiele Vollgas geben! Viel Erfolg für den Abschluss der Saison!

  • Hagi sagt:

    Hallo,
    bei den Spielberichten sollte man endlich mehr Vorsicht einbeziehen.
    Ich denke, man könnte diesen Aufwand in andere Abteilungen investieren.
    Das ist meine Meinung.

    Hagi

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